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Warum ein Online Marketing Freelancer

In Gesprächen mit Headhuntern und Personalabteilungen höre ich häufiger Mal, dass der gewünschten Fokus auf internen statt externen Fachkräften liegt. So sei es das klare Ziel, eigene Ressourcen auf zu bauen – aber ist das in jeder Situation der einzig richtige Weg?

Die Hauptargumente gegen den vermehrten Einsatz von externen Kräften: Nur interne Mitarbeiter behalten das Wissen auch intern und sind letztendlich loyal dem Unternehmen gegenüber, sie seien zudem massiv kostengünstiger als freie Mitarbeiter – ein langfristig sicheres Investment aus Unternehmensperspektive.

Dabei sehen es gemäß einer Studie des Personalrecruiters Hays viele Führungskräft meist doch anders. So heißt es dort, dass viele der befragten Führungskräfte der Zusammenarbeit mit externen Spezialisten positiv gegenüber stehen. Knapp zwei Drittel sehen eine deutliche Produktivitätssteigerung durch die Integration von Freelancern in das interne Team.

In folgendem Beitrag würde ich gerne einige Punkte anführen die belegen, dass gerade im dynamischen Digitalmarketing der gezielte Einsatz von externem Support entscheidende Vorteile mit sich bringt.

Technische Expertise

Sehr häufig beobachte ich gerade bei Online Marketing Teams ein beträchtliches Defizit an technischem Basiswissen. Um Online Marketing Projekte maximal erfolgreich um zu setzen, ist technisches Verständnis Grundvoraussetzung. Dies gilt nicht nur zur Beurteilung von Onsite-SEO Maßnahmen, sondern auch grundsätzlich für die Bereitstellung einer wettbewerbsfähigen, skalierbaren Website. Manchmal prallen auch technisch weniger versierte Manager mit Kollegen aus den IT-Abteilungen zusammen oder haben Schwierigkeiten die Vorschläge der beratenden Agenturen zu bewerten. Hier können technisch orientierte, externe Mitarbeiter vermittelnd eingesetzt werden, damit Projekte nicht durch Probleme an Schnittstellen an Geschwindigkeit verlieren.

Schneller und flexibler Einsatz

Durch den Einsatz von externen Spezialisten lassen sich Engpässe durch Kündigungen oder längere Pausen durch Elternzeit etc. problemfrei und sehr zeitnah ausgleichen. Eine kostenintensive, fachliche Einarbeitung fällt weg, das Tagesgeschäft kann nahtlos fortgeführt werden.
Naht das Ende eines Projektes, profitiert man zudem von sehr flexibelen Kündigungsfristen – kein Vergleich zum gesetzlichen Kündigungsschutz eines fest angestellten Kollegen.

Know-How Transfer

Freelancer verfügen gerade duch einen Projekt- und Branchenübergreifenden Einsatz und kontinuierliche, persönliche Weiterbildung über ein sehr breites Wissenspektrum im eigenen Fachgebiet. Unternehmen können davon profitieren, indem Sie bewusst auf dieses Know-How zugreifen und z.B. durch interne Schulungen das Know-How des eigenen Teams aktuell halten.

Einsatz für innovative Projekte

Wer kennt das nicht, wurde im Zielgespräch noch festgelegt, dass im aktuellen Jahr x Prozent der Zeit des Teams für die Entwicklung innovativer Ideen investiert werden darf, so sieht die Realität meist anders aus. 100 Prozent der verfügbaren Zeit des Teams geht bereits für die täglichen Herausforderungen des Tagesgeschäfts drauf – es bleibt einfach keine Zeit für Tests oder risikoreiche Projekte mit innovativem Charakter übrig. Hier schaffen externe Online Marketing Manager Freiraum.

Externe Sichtweise auf interne Prozesse

Wer nicht Betriebs- und Prozessblind ist, dem fallen oftmals Problemlösungen ins Auge die aus interner Sicht verborgen bleiben. Frischer Wind durch externe Kollegen kann auch Projekte die ggf. durch interne Spannungen ins Stocken geraten sind wieder auf Geschwindigkeit bringen.

Hohe Arbeitsmotivation, Belastbarkeit und Effizienz

Freelancer müssen zwangsläufig multifunktional arbeiten. Neben dem Kundengeschäft muss der eigene Vertrieb, die Buchhaltung, Korrespondenz, Zeiterfassung, Weiterbildung, eigene Projekte und vieles Weitere im Auge behalten werden. Ein hohes Maß an Eigeninitiative und Engagement ist Grundvoraussetzung um als Selbstständiger erfolgreich zu bestehen. Diese Begeisterung für das eigene Tätigkeitsfeld bestimmt gewöhlich auch die grundlegende Motivation das Kundenprojekt bestmöglich zum Erfolg zu führen.

Geringere Kosten

Das klingt ggf. im ersten Moment absurd, aber der Einsatz eines freiern Mitarbeiter kann sich sehr wohl rechnen. So haben Freelancer häufig als Solisten nicht den Kosten-Overhead den eine Agentur hat – folglich müssen diese Kosten auch nicht weiterverrechnet werden. Dies kann insbesonderes zu Beginn ein Vorteil sein. Freelancer erzeugen planbare Kosten, da vielfach mit einem monatlichen Fixum, fixen Tages- oder Stundensätzen und einer exakten, leistungsbezogenen Abechnung gearbeitet wird.
Der Arbeitgeberanteil an Versicherungen und entsprechende Steuern fallen ebenfalls nicht an – dieser Punkt wird besonders gerne übersehen. Im Gegenteil: Als Kostenblock lassen sich Freelancer-Rechnungen natürlich steuerlich ansetzen. Der Verwaltungsoverhead in der eigenen Buchhaltung beschränkt sich auf das Zahlen der Rechnung. Und schließlich sind keine Investitionskosten notwendig, alle notwendigen Arbeitsmaterialien bringt der Freelancer bereits mit.

Schrittweise Skalierung der Arbeitskraft

Selbstverständlich kann ein einzelner Söldner nicht gegen die Mitarbeiter-Armee einer Agentur bestehen. Aber ist eine Armee aus Fachkräften zu Beginn – insbesondere bei eingeschränktem Budget – erforderlich? Viele Freelancer verfügen über ein breites Kontaktnetzwerk und gute Beziehungen zu spezialisierten Agenturen. Sobald es notwendig wird die Manpower zu erhöhen, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten schrittweise auszubauen. Wer nur redaktionellen Support beim Blog benötigt, braucht keine PR-Agentur. Wer dagegen seine SEA-Kampagnen international ausrollen möchte, braucht eine gute Agentur oder eine versierte, interne Mannschaft. Bei all diesen Fragestellungen hilft fachliche Beratung dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Geringes Beschäftigungsrisiko

Freiberuflich arbeitende Projektmitarbeiter haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, im Urlaub oder bei Unfällen. Der Mitarbeiter muss sich vollumfänglich selbst absichern (was in meinem Fall natürlich geschehen ist). Auch Kündigungsschutz besteht nicht unter normalen Umständen, eine Fortsetzung der Zusammenarbeit erfolgt nur wenn alle Parteien zufrieden sind.

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